Hochzeitstorten in Perfektion Hochzeitstrends, Sweet Tables Farben

Wenn es um Hochzeitstorten geht, dann kommt man an Melody Brandon und ihrem Sweet & Saucy Shop nicht vorbei. Melody ist nicht nur in den USA die Nummer Eins, auch weltweit haben ihre wunderschönen Torten schon für Aufsehen und Heißhunger gesorgt. Nadja und Mathias von Schneider’s Family Business haben Melody exklusiv in ihrer Heimat Long Beach/Kalifornien besucht um mit ihr über ihren Erfolg und die Trends für 2014 zu sprechen.

Wie hat denn alles begonnen und wie kam es dazu, dass du jetzt eine Art Superstar der Torten bist?
Ich ging zur Konditoren-Schule. Da habe ich alles über kleine Desserts gelernt. Allerdings nicht über Hochzeitstorten. Anfangs hatte ich etwas Angst vor der großen Aufgabe, die damit verbunden ist. Deswegen habe ich drei weitere Kurse mit absoluten Profis belegt, was mir dann ein wenig mehr Selbstvertrauen gegeben hat. Zuerst habe ich Modelle in meinem Apartment gebastelt. Irgendwas musste ich den Leuten zeigen können. Ich hatte ja noch nie eine Torte gebacken. Die kamen ganz gut an und alles ging von da an sehr schnell. Meine Torten waren im Fernsehen zu sehen und ich habe mich immer mehr getraut. Denn es kamen auch bald Anfragen für Crazy Cakes. Neulich haben wir eine Transformers-Torte gebacken. Sowas haben wir noch nie gemacht, aber man muss dann einfach sagen „Klar, ein ein Meter hoher Transformer aus Kuchen, kein Problem“. Dann klappt das auch. Das macht sehr viel Spaß, aber trotzdem konzentrieren wir uns natürlich auf Hochzeitstorten. Ich liebe es mir die Kleider der Bräute anzusehen, das Deko-Konzept, mich mit den Hochzeitsplanern zusammen zu setzen und Konzepte zu studieren. Das alles nutze ich dann als Inspiration für die passende Torte.

Eine Torte verbindet die ganzen Elemente einer Hochzeit. Deswegen machen wir zum Beispiel oft auch eine Torte und ganz viele passende Cupcakes oder ähnliches dazu. Die Leute geben jede Menge Geld aus, dann soll die Torte auch schmecken und es sollte für jeden was dabei sein. Deswegen macht die Vielfalt Sinn, die man mit einem ganzen Tisch voller kleiner Leckereien schaffen kann. Auch optisch gibt das ein ganz anderes Bild ab. Wenn der Gast in die Location kommt und sieht nicht nur eine schöne Torte, sondern ein ganzes Arrangement.

Bist du denn nur hier in Kalifornien so bekannt oder kennen dich die Leute auch weitläufiger?
Wir verschicken leider nichts außerhalb der USA. Aber tatsächlich kommen viele Anfragen, auch aus dem Ausland. Da hat Instagram sehr viel dazu beigetragen. Ich folge auch sehr vielen Kollegen aus Australien und lasse mich da inspirieren. Aber ich würde auch nicht versuchen einen Kuchen in Australien zu bestellen. Manchmal verschicken wir Zuckerblumen oder Leute nehmen die selbst als Handgepäck im Flugzeug mit. Durch die vielen Blogfeatures und Veröffentlichungen in Büchern kennen mich die Leute jetzt auch außerhalb von Long Beach, unsere Kundschaft sitzt aber schon nach wie vor in Kalifornien.

Wie kreierst du eine neue Torte?
Ich liebe Pinterest! Da kann man Schlagworte eingeben und bekommt sofort tolle Ergebnisse. Ich schau mir dann Kleider an oder ein schönes Kissen. Und oft denke ich mir: „Daraus kann ich eine Torte machen!“ Ich versuche mit den Fashion-Trends auf dem Laufenden zu bleiben und die neuen Trends auch in Torten zu verwenden. Manchmal geht das schief und manchmal klappt‘s. Aber es ist immer ein Versuch wert. Wenn wir Fotoshootings haben, nutze ich immer meine eigenen Ideen und nicht die Torten der Kunden. Es kommt schon öfter vor, dass sich Kunden die Torten gar nicht vorstellen können ohne Fotos gesehen zu haben. Deswegen versuche ich oft etwas Neues zu zeigen. Die besten Designs sind oft die, die ich für die Fotoshootings mache. Wir haben das Non plus ultra der kreativen Hochzeitswelt hier in Kalifornien und es gibt so viele Leute, die mir helfen. Da gehen einem die Ideen so schnell nicht aus.

Was denkst du, sind die großen Trends für 2014?
2014 wird viel in Richtung Metallic gehen. Gold, Silber und Platin. Das klingt vielleicht etwas protzig, aber eine Hochzeit ist das eine Fest, bei dem man sowas machen kann und auch mal etwas über die Stränge schlagen darf. Also goldene Elemente werden definitiv ein großer Renner sein. Ein weiteres Highlight sind die Naked Cakes. Simpler Look bei dem man die einzelnen Schichten sehen kann, rustikal und von der Optik her hausgemacht. Das ist im Moment sehr beliebt. Dieses warme, geborgene Gefühl, das eine Torte ausstrahlt, die aussieht wie damals die von Oma.

Wasserfarbenoptik ist auch etwas, das immer beliebter wird. Das wird alles von Hand aufgemalt. Wir nutzen Lebensmittelfarbe und pinseln dann Schicht für Schicht auf den Kuchen. Diese Torten sind dann zu hundert Prozent individuell. Denn auch wenn man es versucht, es wird kein zweites Mal so aussehen wie vorher.

Wie lange dauert es denn eine solche Torte herzustellen?
In den Torten mit Blattgold oder Wasserfarben stecken viele Stunden an Arbeit. Abgesehen vom reinen Herstellen der Torte dauert die Verzierung von Hand mehrere Stunden.

Gibt es eine Torte nach der die Leute am häufigsten Fragen?
Ja, definitiv die mit der Blütenranke. Die habe ich mal passend zu einem Brautkleid designed und die ist wirklich besonders gelungen. Das Design ist schon zweieinhalb Jahre alt, aber immer noch sehr populär. Ich mag das Schlichte. Komplett in weiss, aber trotzdem dramatisch. Ich mag es nicht, wenn auf Torten zu viel passiert. Das ist hier zwar der Fall, aber es ist alles weiss. Das bringt wieder die nötige Ruhe rein.

Gibt es eine Torte, die du unbedingt noch umsetzten willst?
Ich glaube wenn es die gäbe, dann hätte ich die einfach schonmal gemacht. Ich habe erst vor kurzem mit dem Blattgold angefangen. Da möchte ich noch sehr viel ausprobieren und meine Technik verbessern. Deswegen ist es prima, dass das in diesem Jahr so angesagt ist.

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2 Kommentare Hinterlasse eine Antwort
  1. Am besten gefällt mir die Torte mit den goldenen Blumen. Aber ich denke das liegt auch daran das ich total auf das Glitzerzeug stehen. Aber sowas ist ja Geschmackssache und die anderen Torten können sich auch sehen lassen.

  2. Jede Torte ein echtes Kunstwerk – für mich als “Durchschnittshobbybäckerin” eigentlich schon mehr ein Wunder! Vielen Dank fürs Zeigen dieser Schönheiten

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