Tina & Marcus: Open-Air-Hochzeit im Schlossgarten Ein Hauch von vintage, Hochzeiten, romantisch süß Farben

Für Tina war es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Als sie Marcus das erste Mal durch die Tür hereinspazieren sah, war es schon um sie geschehen, wie sie selbst erzählt. Alles was noch nötig war, war der erste Schritt von Marcus, der auch prompt folgte. Seither war klar: „Wir beide gehören zusammen!“ Doch wie feiert man bloß so eine schicksalhafte Begegnung, die bereits mit einem gemeinsamen Kind gesegnet wurde? Am besten mit einer klassischen Sommerhochzeit unter freiem Himmel. Im Schlossgarten Thalwitz um genau zu sein und mit einem traumhaften Hochzeitsensemble im KulturGut Thallwitz. Wie das genau ausgehen hat, zeigt uns Hochzeitsfotografin Alexandra Winter mit ihren bildgewaltigen Momentaufnahmen.

Nach dem ersten, unromantischen Hochzeitsantrag zwischen Tür und Angel, hat Marcus nach der Arbeit ein leckeres Essen gekocht und mich nach meiner Rückkehr vom Babyschwimmen überrascht. Als ich eben noch die Pfandflaschen für den Einkauf holen wollte, wurde ich von einem großen Strauß Blumen überrascht. Mit einem Brief, der zauberhafte Worte beinhaltete. Als ich fertig war diesen zu lesen, kam Marcus aus dem Schlafzimmer und stellte mir die Frage aller Fragen.

Mit meiner Mama und meiner Trauzeugin sind wir losgefahren, um das eine Kleid zu finden. Nach sieben Kleidern die nur mäßig gefielen und keines dieser einen richtigen WOW Effekt bei uns auslöste, bat ich die Verkäuferin doch dieses Kleid mit dem tollen Rückenausschnitt mir zu zeigen. Schon als ich in dem Kleid steckte, ohne das es gänzlich geschlossen war, sagte ich zu meinen Begleiterinnen: „Mädels jetzt haben wir ein ernsthaftes Problem“. Als ich angezogen raus kam, wussten die beiden von was ich sprach. Meine Mama war absolut sprachlos, was viel heißen mag. Sofort war klar das ist mein Kleid. Jedoch lag es eben mal 400€ über unserem Budget. Was ich nicht bemerkt hatte, meine Mama machte Bilder des Kleides und schickte es meinem Papa. Dieser war auch direkt von dem Kleid überzeugt. In der Zeit habe ich mich schon schweren Herzens von dem Kleid verabschiedet, da es einfach zu teuer war. Als meine Mama das merkte, erzählte sie mir, dass meine Eltern die Hälfte des Kleides zahlen werden! Der absolut tollste Moment! Ich konnte in meinem Traumkleid heiraten! Noch heute habe ich Tränen vor Dankbarkeit dafür in den Augen.

Wir haben unsere Eheversprechen selber geschrieben, die beide sehr emotional und bewegend waren – eine Liebeserklärung an uns, unser Leben und unsere Tochter.

Für die Trauung hat das Brautpaar einige Konventionen über Bord geworfen und sich vom Herzen führen lassen. Jenseits vom Mainstream wurde bewusst eine individuelle, freie Trauung an einem magischen Ort geplant. Einzig für das besondere Gefühl am Hochzeitstag und all die Erinnerungen danach. Ja, die Persönlichkeit der Beiden und ihrer Familien sowie ihre starke Bindung zueinander erhielt so sicherlich den richtige Rahmen. Schon am Morgen beim Getting Ready war die Vorfreude zu spüren. Vorfreude auf den ersten Blick auf den geliebten Partner, Vorfreude auf den Hochzeitstag und Vorfreude auf all die Freunde und Familien, die diese Verbindung bezeugen wollten.

Als Traulocation haben sich Tina und Marcus für den im französischen Stil angelegten Park des im 16. Jahrhundert erbauten Schlosses Thallwitz entschieden. Jahrzehntelang wurde es als Klinik genutzt und steht nun seit Mitte der 90er Jahre leer. Kurzum: Die perfekte Location für eine mystisch anmutende Hochzeit an einem schon lange vergessenen Ort, dessen Leere nun mit Liebe gefüllt werden sollte. Was dann kam war unvergesslich: Die Braut in ihrem weißen Spitzenbrautkleid von Ida Torez, das figurbetont ihre natürliche Schönheit romantisch untermalte. Hinzu gesellten sich pastellfarbene Blüten als Brautstrauß und die Leichtigkeit des Sommers. Ein Hochzeitsensemble, das von der Liebe zum Details lebt, selbst von Braut und Bräutigam geplant und in Szene gesetzt. „Hochzeitsgäste legten einen Schutzkreis aus kleinen Holzscheiben um uns“, erzählt die Braut. „Im Anschluss wurden durch unsere Mütter Kerzen entzündet – unsere Lebenskerzen. Später haben wir eine alte Holzkiste, mit den (auf kleinen Zettel geschriebenen) Wünschen unserer Gäste, sowie eine gute Flasche Wein, etwas zum Knabbern, einen tollen Film und Gutscheine für ein romantisches Restaurant, zugenagelt.“

Unser schönster Moment war, als als ich oben an der Treppe stand, mein Papa mit hinunterführte, und wir uns das erste Mal gesehen haben. Dazu spielte die Geigerin ‘You Raise Me Up’.

Wir hatten einen traumhaften Tag und waren beide positiv überrascht. Der Tag ist atemberaubender geworden, als wir es uns jemals vorstellen könnten. Alles lief wie geplant (bis auf kleine Stolpersteine) und alle Gäste waren absolut berührt von dem Tag.

Gegensätze einen sich oftmals zum beeindruckenden Ganzen. Dieser Kontrast findet sich sogar im spannenden Brautpaar-Shooting: Langsam verfallende Räume zeigen sich hinter einem strahlenden Brautpaar, das so voller Leben und Liebe ist. Daraus entstanden wahrlich ausdrucksstarke Bilder, die eine Geschichte erzählen. Zum Einen die Geschichte von Tina und Marcus mit ihren Gegensätzen und auch jene Story, die von einem Neuanfang handelt. Das Hier und Jetzt aber wurde aber umso mehr gefeiert – im Festsaal voller Vintage-Dekoration, wo sich unter hölzernen Balken weiße Hochzeitstische reihten und mit Jute, Kraftpapier und pastellfarbenen Blumensträußchen hell erstrahlten. Und Holz als besonderes Detail in der Gestaltung ließ die Traumhochzeit in hellen Farbenuancen warm und gemütlich anmuten. 

Unsere Hochzeitsmusik:

You Raise me up (Einzug) 
In the arms of an angel
Hallellulja (Ja-Wort) 
Dir gehört mein Herz (Auszug)

Hilfreicher Tipp für die Hochzeitsplanung: „Zeit lassen! Nicht innerhalb von wenigen Monaten oder gar Wochen eine riesige Hochzeit organisieren wollen. Mit genug Zeit, hat man keinen Druck im Nacken und kann auch mal das Thema ruhen lassen“, weiß das Brautpaar. „Von Anfang an sollte klar sein, wie viel man ausgeben möchte. Eine große Kompromissbereitschaft sollte man ebenso an den Tag legen – damit es nicht nur eine Hochzeit für die Braut wird, sondern auch für den Bräutigam.“

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