Unter einem alten Baum im Garten des Hotel Waldhof auf Herrenland sagten Gesa und Jake leise Ja. Nur sie zwei, eine freie Trauung im Grünen, 50 Herzensmenschen im Rücken. Natürliche Eleganz war das Motto. Zarte Rosé und Creme, viel Grün, ein Hauch Apricot. Genau so fühlt es sich auch auf den Fotos von Natalia Chet an. Die Fassade des Waldhofs mit rotem Ziegelspiel und Holzgiebel setzt den Ton für einen Sommertag, der nach Landluft und Glück duftet. Die beiden haben in nur acht Monaten geplant und dennoch alles ganz leicht wirken lassen. Wildblumen als roter Faden, eigene Ringe mit einer kleinen eingravierten Blüte, Saatgut als Gastgeschenk mit der Bitte Lasst Liebe wachsen.
Der Brautstrauß als Sommerpoesie
Der Brautstrauß ist ein wilder Sommertraum. Dahlienschimmer, Lisianthus, Snapdragons, Lavendel, Veronika, dazu feines Wiesenkräusel. Farben wie Himbeere, Flieder und Koralle. Locker gebunden, mit weißem Band. Wer gerade überlegt, ob wild geht. Geht. Und wie. Die Papeterie greift die Hochzeitslocation als Illustration auf und verbindet den Ort mit dem Design. Bei den Outfits bleibt die Eleganz lässig. Gesa trägt ein leichtes, schulterfreies Kleid mit feinem Faltenkorsage und langem Schleier. Nichts lenkt ab, alles unterstreicht. Jake in Sand, sommerlich und doch festlich. Die Bridesmaids zeigen die schönste Art von Mix and Match mit Satin in Mauve, Salbei, Meer- und Himmelblau. Jede bleibt sie selbst, zusammen ergibt es ein harmonisches Bild.
Freie Trauung outdoor – Romantik mit Plan B
Unter der Krone des alten Baums wurde es still. Ein enger Freund des Paares führte durch die freie Trauung – persönlich, warm, nah. Diese Vertrautheit gab dem Moment eine Intensität, die man nicht planen kann und die sich wie ein roter Faden durch den Tag zog. Das Gruppenfoto mit der Familie vor dem luftigen Traubogen sagt ohnehin alles. Und ja, der Hund gehört natürlich zur Crew. So schaut Glück.
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– Mit der Location einen echten Plan B vereinbaren. Ein heller Saal, ein überdachter Innenhof oder ein fest verankerter Stretch Tent sind Gold wert, wenn Regen oder Wind mitfeiern wollen.
– Den Bodengrund denken. Absatzschoner, Läufer, notfalls schmale Podeste. Niemand will im Rasen einsinken.
– Sonne ist schön, harte Mittagssonne nicht. Schattenplätze für Gäste einplanen, Wasserstation aufstellen, Redner und Musiker beschatten.
– Ton und Technik doppelt prüfen. Funkmikro plus Backup, Windschutz für Mikrofone, Stromquellen sichern.
– Insektenfreundlich vorsorgen. Sanfte Repellents, Zitronen-Eukalyptus, Kerzen weit genug von Textilien.
– Zeitliche Flexibilität im Script lassen. Ein Gewitterschlenker von 30 Minuten ist kein Drama, wenn alle Bescheid wissen.
Die Torte – das süße Highlight mit Wiesenblumen
Die Tischdeko ist die Definition von zurückhaltend und herzklopfend schön. Weiße Leinen, schlichte Stühle, viel Kerzenlicht und handgemalte Namenskarten auf Naturpapier. Dazwischen kleine Flaschen mit Wiesenblumen in Pink, Lila, Apricot und Grün. Alles wirkt wie frisch gepflückt und bewusst unperfekt. Genau dadurch entsteht Magie. Aber erst die Torte ist das Highlight und die logische Fortsetzung des Wiesenblumen-Konzepts. Zwei Etagen, glatt eingestrichen, und rundum mit essbaren Blüten dekoriert. Das wirkt leicht, poetisch und wahnsinnig fotogen.
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– Aromen wie Zitrone Holunder oder Vanille mit Lavendelhonig. Frisch, sommerlich, delikat.
– Beerenfüllungen mit einer Prise Tonkabohne oder ein Pistazienboden mit Himbeerkompott. Farbe innen, Poesie außen.
– Essbare Blüten nur ungespritzt verwenden. Geeignet sind etwa Veilchen, Stiefmütterchen, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Kornblume, Rosenblätter und Lavendel. Blüten kurz vor dem Servieren anbringen und kühl lagern, dann bleiben sie knackig.
Die Liebesgeschichte in Bildern
Die Geschichte der beiden begann übrigens im Studium. Erst Kommilitonen, dann bald Team fürs Leben. Der Antrag kam am Strand, Ring im Abendlicht, nur Meeresrauschen und ein Ja. Nach dem Fest ging es in die Flitterwochen nach Südfrankreich. Ein Häuschen zwischen Lavendel, Wein, Spaziergängen. Und ganz viel Zeit zu zweit. So schließt sich der Kreis eines Tages, der genau so war, wie sie ihn wollten. Leicht. Warm. Wahr. Das Planungsgeheimnis der beiden? Dem Bauchgefühl vertrauen und Raum für Spontanität lassen. Denn die schönsten Momente passieren einfach. Man muss sie nur lassen.
Oh wow ist das Bild mit dem Hund süß!
Rundum sehr schöne Fotostrecke und interessante Einblicke in die Hochzeitsfotografie auf Herrenland.