Eine DIY-Hochzeit zum Verlieben von Lebendige Fotografie | Hannah L. Ein Hauch von vintage, herrlich ausgeflippt, Hochzeiten Farben

Wer von euch liebt es nicht, mit einem liebgewonnenen Fundstück vom Flohmarkt nach Hause zu kommen und es dann ganz stolz den Liebsten zu präsentieren? So ähnlich ging es wohl unserem heutigen Brautpaar, die während ihrer Hochzeitsplanung ihre Flohmarktbesuche als gefühlte 2 Millionen Mal beschrieben – immer auf der Suche nach weiteren Herzstückchen, die ihren Hochzeitstag mit verzaubern sollten. Und so fanden sie unzählige, nein um genau zu sein 48 Vasen, die mit den herrlichsten Spätsommerblumen gefüllt waren und die Tischdekoration zum Strahlen brachte.

Und diese beiden Lovebirds wissen was sie wollen, denn Ilka und Sebo die im normalen Leben als Hochzeitsfotografen unterwegs sind, bekamen durch ihre alltägliche Arbeit eine ziemlich genaue Vorstellung über ihren Hochzeitstag. Und das alles so perfekt war, wie sie es sich gewünscht und erträumt hatten, spiegelt sich in den fantastischen Fotos von der fabelhaften Lebendige Fotografie – Hannah Lebershausen wieder. Aber mal ehrlich, wenn ein Brautpaar so verzückt süß ist, dann wird jede Hochzeit zum Hochgenuss.

Ilka sagt:

Inspiration:
Ganz ehrlich? Die Hochzeiten, die wir fotografisch bisher begleitet haben. Zum Teil haben sie uns Anregungen und Ideen geliefert, zum Teil aber auch gezeigt, wie wir persönlich es nicht haben wollen. Dazu noch eine ordentliche Prise Pinterest und Etsy, und schon hatten wir unseren Traum im Hundertwasser-Vintage.

Mein Brautkleid:
Mein Traumkleid von Claire Pettibone wäre für uns unbezahlbar gewesen und nachdem ich meiner Mutter ungefähr zwei Monate vorgeheult habe, wie traurig ich das finde, hat sie ohne zu fragen das Kleid bei Heine bestellt, weil es ihrer Meinung nach vom Stil ähnlich zu meinem Traumkleid war. Sie hat mich dann mit dem Kleid als Geschenk überrascht. Es war das erste und einzige, das ich anprobiert habe und es war direkt meins. Ein Traum aus Seide und Spitze im Empire-Schnitt, verziert mit zahllosen Perlen.

Die Location:
Die Zeremonie fand im Innenhof des Faselstalls in Biebesheim am Rhein unter einem wunderschönen großen Kastanienbaum statt. Anschließend wurde im Festsaal des Faselstalls gefeiert. Wir haben uns für diese Location entschieden, weil sie für uns einfach der perfekte Ort war. Die Größe passte genau für unser Fest mit knapp 70 Gästen und der Stil der Räumlichkeiten schwankt irgendwo zwischen Vintage und Hundertwasser. Vor einigen Jahren wurde der heruntergekommene Viehstall von einer Fließenleger-Familie gekauft und quasi im Alleingang komplett saniert, restauriert und zu einem Kulturzentrum mit Feiermöglichkeit umgebaut. Daher gibt es auf dem ganzen Gelände wunderschöne farbenfrohe Mosaike, gemischt mit Naturstein zu bewundern und der Charme des alten Viehstalls wurde durch Holzklappläden, altes Gebälk und den alten Sandsteinboden im Innenhof perfekt erhalten. Wir hätten uns keinen schöneren Ort wünschen können.

Unsere Ringe:
Der antike Verlobungsring stammt vermutlich aus der Biedermeier-Zeit und wurde in Osteuropa gefertigt. Er besteht aus Rotgold und umfasst Perlen und einen großen, geschliffenen Rhodonit. Die Eheringe sind beide matt geschliffen und sehr schlicht ohne Steine Verzierungen wobei meiner passend zum Verlobungsring in rotgold gefertigt wurde. Sebo hat das gleiche Modell in weißgold.
Unsere Fotografin:
Wenn man selbst als Hochzeitsfotograf arbeitet, ist es gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Wir hatten hohe Qualitätsansprüche an unsere Hochzeitsfotos, deshalb war die Fotografin auch das erste, worum wir uns überhaupt gekümmert haben, nachdem der Hochzeitstermin klar war. Ich denke, wir haben in Hannah die Fotografin gefunden, die am besten das widerspiegeln konnte, was wir uns gewünscht haben. Ihre Fotos sind zart und einfühlsam und mit ihrem tollen Team hat sie Situationen eingefangen, die uns ewig in Erinnerung bleiben werden. Am liebsten hätten wir sie gar nicht mehr gehen
lassen. Sie ist so nicht nur unsere Fotografin für den Tag gewesen, sondern auch zu einer Freundin geworden, die darüber hinaus unglaublich talentiert ist und leidenschaftlich an die Liebe glaubt. Und diese Leidenschaft spiegelt sich in ihrem Schaffen und ihrem Wesen wieder.

Dekoration:
Als DIY-Fanatiker haben wir die komplette Hochzeitsdeko selbst in die Hand genommen. Dazu haben wir unter anderen über 70 Gläser für Kerzen und Blumen gesammelt und mit Jutekordel und Spitzenband dekoriert. Die Tischdecke war Naturleinen-Meterware, die wir passend zugeschnitten haben. Als Platzsets diente weiße Tortenspitze. Der Tischplan wurde per Hand auf eine Naturleinwand geschrieben. Die Tischnummern waren auf Naturleinen gestickt und in Holzstickrahmen eingespannt. Als Platzkärtchen hatten wir selbstgebastelte und –beschriftete Hangtags, die jeweils an alte Möbelschlüssel geknotet waren. Diese haben wir auf gefühlten 2 Millionen Flohmärkten zusammengesucht. Das Kuchenbuffet wurde mit alten Weinkisten dekoriert, hinzu kamen unzählige Kerzen und Vintage-Kerzenhalter.

Unsere Hochzeitstorte:
Die 4-stöckige Hochzeitstorte war eine Mischung aus klassischer Torte und Cupcakes. Eine kleine, mit mintfarbenen Zuckerblüten besetzte Buttercreme-Torte mit Himbeer-Champagner-Füllung bildete das oberste Stockwerk. Die drei unteren Etagen waren mit drei verschiedenen Sorten Cupcakes aufgefüllt.

Gastgeschenke:
Die Gastgeschenke waren selbst bedruckte Jutebeutel. Auf einer Seite der Tasche befindet sich eine Vintagekamera (steht für mich als Fotografin), auf der anderen Seite eine Filmdose mit Filmstreifen (steht für Sebo als Film-/Kinojunkie).

Erwähnenswerte Details:
Anstelle eines Gästebuches haben wir die Gäste aufgefordert, eine Frage für uns zu beantworten. Dazu haben wir verschiedene Fragekarten ausgedruckt mit Fragen wie zum Beispiel: Wie sollten wir unser erstes Kind nennen? Wo sollte unser Altersruhesitz sein? usw. – und ein wenig Platz für eine persönliche Wünsche gelassen. Die ausgefüllten Karten wurden an einer Leine mit Holzwäscheklammern festgesteckt. Außerdem gab es einen Fingerabdruckbaum, an den jeder Gast per Daumenabdruck ein Blatt zaubern konnte.

Hochzeitplanungsgeheimnis:
Macht die Hochzeit zu eurem Tag! Hört nicht darauf, was eure Eltern, Großeltern oder Freunde sagen. Ihr werdet es nie allen recht machen können. Einer wünscht sich ein Kuchenbuffet, wenn ihr lieber eine Candybar hättet. Ein anderer hätte gern gezapftes Bier, wenn ihr lieber Flaschenbier servieren möchtet. Am Ende zählt aber, dass der Tag für euch perfekt wird. Und wenn er perfekt war, dann wird das jeder Gast, der vorher noch etwas zu meckern hatte, auch merken. So war es bei uns auch. Die Gäste, die vorher am meisten genörgelt haben, sprachen uns hinterher das größte Lob aus! Ach ja: Verabschiedet euch von eurem geplanten Hochzeitsbudget. Wenn ihr mal im Wahn seid, könnt ihr es vermutlich sowieso nicht einhalten! ;)

Resümee:
Der Tag war unglaublich schön und auch wenn es abgedroschen klingt war er tatsächlich perfekt. Das Wetter hat mitgespielt und uns trockenen Fußes in den Hafen der Ehe einlaufen lassen, jeder Beteiligte hat alles gegeben und wir kamen aus dem Strahlen nicht mehr raus. Wenn wir noch einmal heiraten würden, würden wir alles wieder genau so machen. Und wer weiß? Vielleicht erneuern wir unser Eheversprechen ja in zehn Jahren?

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6 Kommentare Hinterlasse eine Antwort
  1. Hi,
    eure Hochzeitsbilder sehen super aus. Wollt ihr mir verraten wer eure Zeremonie geleitet hat? Ich bin auf der suche nach einem guten Redner der mich und meinen Verlobten nächsten sommer trauen will.
    Liebe Grüße
    Katja

  2. Kompliment an das Brautpaar. Habe zufällig den Blog entdeckt und bin begeistert. Tolle Idee und die Fotos sind auch super. Komme jetzt häufiger auf deiner Seite vorbei. Lg. Sari

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