Die Gästeliste: wer soll drauf, wer nicht? Dies & Das, Fun & Facts, Hochzeitsplanung, Hochzeitstrends

Schmetterlinge im Bauch, leuchtende Augen und ein Gefühl von Verliebtheit wie am ersten Tag.
Hach, wie romantisch ist es doch, sich gemeinsam auf den großen Tag vorzubereiten. Also, meistens zumindest. Gleich zu Beginn der Planungen steht nämlich die erste Bewährungsprobe sperrig und groß wie ein Alpengipfel im Weg herum: die Gästeliste, jenes Stück Papier, jene Datei, die das Paar über Monate begleiten wird und die das Herzstück der Planung ist.

Sie wirkt sich auf sämtliche weiteren Entscheidungen aus, auf die Größe der Location, die Menümenge, die Tortengröße und das Budget. Nein, sich zu überlegen, welche Kosten Oma Elfriede und Schwager Erich verursachen, ist keine schöne Aufgabe. Aber notwendig. Als grober Richtwert fallen pro Gast schließlich gut und gerne 120 Euro an. Darin enthalten sind beispielsweise anteilig die Kosten für Location, Essen und Servicepersonal. Umfasst die Gästeliste also 40 Personen, macht das 4800 Euro. Sind 80 Gäste geladen, muss das Paar 9600 Euro berappen – im Schnitt wohlgemerkt. Hochzeiten an exklusiven Orten wie in Schlössern, an Seen oder am Meer kosten in der Regel ein Vielfaches. Bei der Erstellung der Gästeliste geht’s aber nicht nur um Kosten, sondern auch ganz entscheidend um die Atmosphäre während Trauung und Feier. Eine Hochzeit in einem Schlosssaal mit 200 Menschen fühlt sich nun einmal anders an als eine Feier in einer Berghütte mit 40 Leuten. Es gilt also, erst einmal das Budget festzulegen und sich dann darüber bewusst zu werden, wie sich der gesamte Tag anfühlen soll. Die Erstellung der Gästeliste ist harte Arbeit, ergo: erstmal locker machen.

Wen laden wir zur Hochzeit ein? Und auf wen haben wir so gar keine Lust?
Hier ein paar Tipps für die perfekte Gästeliste.

Bei der Planung einer Hochzeit kommt man als Brautpaar relativ schnell zu der Frage: „Wen laden wir eigentlich ein?“. Zugegeben, eine nicht pauschal zu beantwortende Frage – denn letztendlich ist das eure ganz persönliche Entscheidung. Und auch durchaus eine Frage des Budgets, denn mehr Gäste bedeuten natürlich mehr Kosten. Darüber hinaus auch übrigens eine Frage der Herangehensweise der Hochzeitsplanung. Manche Paare fertigen erst eine Gästeliste und suchen anhand der Anzahl dann eine passende Location. Andere Brautpaare suchen sich erst ihre Hochzeitslocation und schauen dann, wie viele Gäste eingeladen werden können.

Welchen Weg ihr auch immer geht, nachfolgend geben wir euch ein paar wichtige Tipps für die perfekte Gästeliste an die Hand.

"Gästeliste für die Hochzeit" Template

Ja, ich will das kostenlose Template "Gästeliste für die Hochzeit". Mit diesem kostenlosen Template plant ihr nicht nur eure Gästeliste, sondern habt auch den perfekten Überblick über die Gästeanzahl für eure Hochzeit.

 

Schritt 1: Namen aufschreiben

Durchforstet eure Adressbücher, Mail-Accounts, Social Media-Kanäle und schreibt alle Personen, die potenziell infrage kommen, auf. Das funktioniert wunderbar mit einer Excel-Liste, in der ihr alle Kontaktinformationen, Personenanzahl, Zu- und Absagen festhalten könnt.

 

Schritt 2: Priorisieren

Jeder hat Herzensmenschen, die möglichst an allen wichtigen Ereignissen im Leben teilhaben sollen. Die bekommen ein „A“ in eurer Liste. Mit einem „B“ werden alle Personen markiert, die ihr gern dabei hättet, auf die ihr im Notfall aber eben auch verzichten könnt. Gäste, die bisher keinen Buchstaben haben, könnt ihr streichen.
Extra-Tipp: Blut ist nicht immer dicker als Wasser.

Lasst euch bei der Priorisierung nicht von verwandtschaftlichen Verhältnissen leiten. Die Großtante oder der Cousin von Mama müssen nicht eingeladen werden, wenn ihr es nicht wollt. Es ist schließlich euer Tag.

 

Schritt 3: Ranking erstellen

Innerhalb der A- und B-Gäste erstellt ihr nun ein Ranking. Die wichtigsten Namen sind ganz oben (oder werden farbig in Excel markiert). Jetzt wird schon klarer, wer auf jeden Fall eine Einladung bekommen soll und wer noch ein Wackelkandidat ist.

Was ist mit Arbeitskollegen, Ex-Partner, geschiedenen Paaren und Kindern?
Klare Antwort – das entscheidet kein Knigge, sondern allein ihr! Wenn Arbeitskollegen nur Kollegen sind, müsst ihr sie nicht einladen. Sind es Freunde, gehören sie auf die Liste. Ebenso verhält es sich bei euren Ex-Partnern und auch geschiedenen Paaren. Sind beide informiert und einverstanden, sollte ein Aufeinandertreffen kein Problem sein. Ihr wollt gern ohne Kinder feiern? Schreibt es klar und deutlich in eure Einladung. Und wer weiß, vielleicht können die Eltern das „kinderfreie“ Fest auch ausgelassener genießen.

Übrigens: Im Schnitt sagen etwa 10 Prozent der Gäste an. Verschickt ihr allerdings eine Save-the-Date-Karte, ist die Chance höher, dass weniger Absagen kommen.

 

Schritt 4: Einen Umtrunk oder Polterabend planen

Ihr könnt es drehen und wenden, wie ihr wollt, irgendwie sind es immer zu viele Gäste für die Hochzeitslocation. Wie wäre es mit einem Polterabend oder einem Umtrunk einige Tage vor eurer Hochzeit? Das ist eine gute Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre mit den Gästen, die nicht zur Hochzeit eingeladen werden, auf das Ereignis anzustoßen. Und hier könnten ja auch die Kinder eventuell mitkommen.

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Teechen kochen oder Kaffeemaschine anwerfen, Naschereien bereitstellen, Zeit nehmen, gemeinsam gemütlich machen. Und dann brainstormen und all die Namen aufschreiben, die beiden in den Sinn kommen. Wer darf so oder so keinesfalls fehlen? Die Eltern sollten auf die Liste, klar. Geschwister. Großeltern. Enge Freunde. Tanten und Onkel. Vielleicht auch Cousins und Cousinen. Schwager und Schwägerinnen. Bekannte. Womöglich Arbeitskollegen. Nicht zu vergessen die gesammelte Kinderschar der Gäste. Schon sind Tee und Kaffee ausgetrunken, die ersten Pralinen verdrückt und die Gästeliste auf ungeahnte Länge gewachsen. Und dann? Rechner rausgeholt, geschätzte Kosten pro Person mit der Anzahl der Gäste multipliziert, Nullen gezählt, Augen gerieben, Partner einen hilfesuchenden Blick zugeworfen und seufzend den nächsten Kaffee aufgesetzt. Doch nicht nur geldsorgengeplagte Paare, auch diejenigen, die von einer Feier in möglichst familiärer Runde träumen, kommen schnell in die Bredouille – spätestens dann, wenn die Eltern einen Blick auf die Gästeliste erhaschen und mit mahnenden Worten an Tante Inge erinnern, die die Braut in spe zwar noch nie gesehen hat, die dafür aber der stolzen Mutter als erste gratulierte; damals, zur Geburt ihres Sohnes, des jetzigen Bräutigams.

Für das Brautpaar heißt es da: selbstbewusst bleiben. Und überlegen, wer wirklich wichtig ist. Eine einfache Faustregel erleichtert das Streichen von Namen: Nur diejenigen bleiben auf der Liste, die beide persönlich kennen und die beide in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal privat getroffen haben. Ein weiteres Auswahlkriterium könnte ein Test sein, der ein wenig Fantasie erfordert: Es ist das Jahr 2031 und zur Feier der Kristallhochzeit klicken sich beide durch die Bilder von damals, als sie sich im Jahr 2016 das Ja-Wort gaben. Nein, wie unmöglich sah doch der Vater der Braut damals aus mit diesem albernen Bart! Und wie jung sah Trauzeuge Hannes noch aus! Aber wie hieß gleich nochmal der Typ mit der knallroten Brille und der blauen Fliege? War es wirklich nötig, ihn einzuladen? Wie auch immer die Gästeliste am Schluss aussieht: Das Wichtigste ist, dass beide Partner auch wirklich dahinterstehen und sich nicht von pikierten Kommentaren anderer verunsichern lassen. Kompromisse wird es noch oft genug im (Ehe-)Leben geben. Dieser eine Tag gehört der Liebe – und nicht der Vernunft.

Und nun wünschen wir euch eine gute und sichere Hand bei der Erstellung eurer Gästeliste.

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