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Rebecca Conte Diverses

Wir lieben unsere Wahnbüchlein Talente und noch mehr lieben wir es, wenn sie aus dem Nähkästchen plaudern, so wie heute Rebecca Conte von fotoperle. Wir folgen Rebeccas Arbeit schon seit langer Zeit und sind begeistert von ihren Blickwinkeln und der Liebe zum Detail, die sie in ihren Fotografien verewigt. Naja, dann nix wie los – wir  wünschen euch ein frohes Kennenlernen und darüber hinaus ein erholsames Wochenende. :)

Erzähle uns ein wenig über dich selbst?
Ich heiße Rebecca und liebe folgende Dinge: meinen Ehemann und meine wundervolle Tochter, mein Leben, die Fotografie, Schuhe, egal ob Sneaker, High Heels oder Sandalen, vor allem aber Chucks, Röcke und Kleider, Eis (egal ob Sommer oder Winter), unseren Garten inkl. Hängematte und Strandkorb, Flohmärkte, Deko, Reisen, Bücher, Blogs, Freunde, Pasta, meine Prägezange, meine Sommersprossen und SCHOKOLADE (bestimmt gibt es noch viel mehr, was ich aber im Moment einfach vergessen habe). Was ich nicht mag: morgens auf dem Weg zum Briefkasten in ein Spinnennetz zu laufen, Spinnen, die kleinen Fruchtfliegen (ja, ich weiß, auch diese haben bestimmt Ihren Sinn und Zweck, aber dann bitte nicht auf meinem Obst) und Rhabarber…Sonst fällt mir gerade auch nichts Weiteres ein, was ich aber gar nicht so schlimm finde.

Wo ist dein Zuhause?
Ich wohne in der Nähe von Stuttgart in einem schönen alten Haus mit einem wundervollen Garten und einigen Bäumen. Und ich muss sagen: hier lebt es sich wirklich schön.Du könntest dir ein neues Zuhause aussuchen.

Wo würde es dich hinziehen?
Definitiv ans Meer. Ob nun Holland, Spanien, Ostsee, Nordsee…egal. Es sollte aber grob schon noch zu Europa gehören, da sonst das Heimweh zu meiner Familie und meinen Freunden viel zu groß ist.

Wann hast du zum ersten Mal die Kamera in die Hand genommen?
Moment…ja, meine Mama bestätigt es gerade: mit 1,5 Jahren habe ich sämtliche Filme aus der Kamera meines Vaters gezogen… Bewusst habe ich mit 12 Jahren angefangen, die ersten Dinge zu fotografieren und zwar mit der Spiegelreflexkamera meines Großvaters. Das war eine Miranda (analog).

Wie lange arbeitest du schon in der Hochzeitsfotografie?
Selbstständig gemacht habe ich mich 2010. Anfang 2000 hatte ich nach meiner Ausbildung die erste Hochzeit und war ziemlich nervös, aber es hat alles bestens geklappt.

Wie beschreibst du Deinen Fotostyle?
Natürlich, verspielt, detailverliebt.

Gibt es für dich, zwei einzigartige Bilder aus der letzten Zeit, die du mit uns teilen möchtet? Beschreib uns kurz ihre Entstehung und was dich daran inspiriert hat!
Ja, gibt es. Das Bild entstand auf der letzten Hochzeit und die Braut hatte ein schwarz/cremefarbenes Kleid an. Ich hatte soviel Spaß mit den beiden, da sie keinerlei Angst hatten, sich auch mal hinzulegen oder auf den Boden zu setzen. Und die Braut hatte 4! Paar Schuhe dabei, also genau mein Ding (es waren tatsächlich auch Chucks dabei). Die Location hat auch einen großen Teil dazu beigetragen, dass die Bilder so geworden sind.

Was inspiriert dich?
Alle Menschen, die ich fotografieren darf.

Fotografie wird von Trends bestimmt. Welchen Trends folgst und liebst du?
Ich glaube nicht an Trends bzgl. der Fotografie. Das, was mir gefällt, das mache ich. Natürlich auch in Absprache mit meinem Brautpaar.

Wie viele Hochzeiten fotografierst du im Jahr?
Zwischen 25 und 30 Hochzeiten.

Wie schaffst du es, dass Brautpaare und Hochzeitsgäste so natürlich vor deiner Linse wirken?
Das erste Kennenlernen ist immens wichtig. Da kann man schon mal „das Eis brechen“. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich bei einem Verlobungsshooting schon mal „warm“ zu machen. Ansonsten sind die ersten 10-15 Minuten anfangs etwas „steif“, aber danach merkt das Paar, dass es sich fallen lassen kann. Die Gäste werden anfangs von mir fast unbemerkt fotografiert, dafür gibt es ja wunderbare Objektive. Aber wenn ich die Gesellschaft mehrere Stunden begleite, kommen viele Gäste von sich aus auf mich zu und möchten portraitiert werden. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich anfangs immer gerne mal 1-2 Bilder auf dem Display zeige, spätestens da fällt dann die Anspannung ab.

Wie viele Bilder bekommt das Brautpaar im Durchschnitt von dir?
Kommt ganz auf den Auftrag an: Paarshooting oder Ganztagesreportage, Gästeanzahl, Brautjungfern etc.

Was war bisher dein schönster und unvergesslichster Moment auf Hochzeiten?
Das gegenseitige Liebesversprechen des Ehepaars.

Was war dein größtes Missgeschick (sofern es sowas gab) bisher auf Hochzeiten?
Gott sei Dank wurde ich davor bisher verschont…toi toi toi

Was würdest du sagen, sind die schwierigsten Momente in der Fotografie auf Hochzeiten?
Leider Gottes in den Kirchen. Die Pfarrer haben es wohl immer noch nicht verstanden, dass wir die Bilder nicht nur für das Brautpaar machen, sondern auch für Freunde und Familienangehörige, die an diesem Tag aus welchen Grund auch immer, nicht dabei sein könne, für die Kinder und Kindeskinder. Ich kann es auch nicht verstehen, warum sich ein Pfarrer das Recht herausnimmt, in einer Kirche, also dem Haus Gottes, Verbote aufzustellen. Natürlich gibt es schwarze Schafe unter den Fotografen, die sich tatsächlich während der allesentscheidenden Frage zwischen das Brautpaar und den Pfarrer werfen, aber diese Dinge kann man doch in einem Vorgespräch klären.

Wie lange nach Hochzeiten müssen Brautpaare auf ihre Bilder von dir warten?
Ca. 2 Wochen.

Was wäre dein Traumziel für eine Hochzeitsreportage?
Ein Ziel? Ohje, da gibt es viel zu viele. An einer Hochzeit sind es ja letztendlich doch das Paar und die Hochzeitsgesellschaft, die diesen Tag einzigartig machen und ich denke, dass jede Umgebung ein Traum ist, zumindest für das Hochzeitspaar, sonst würden sie dort ja nicht feiern.

Du hättest nur eine einzige Linse zur Auswahl, um Hochzeiten zu fotografieren. Welche würdest du auswählen?
Hm, dann würde ich definitiv das 50mm Objektiv 1:1.2 nehmen.

Was würdest du Brautpaaren auf ihrer Suche nach dem richtigen Hochzeitsfotografen empfehlen?
Schaut Euch die Bilder an und wenn Sie Euch gefallen und auch noch berühren, dann fragt an! Geht nicht nach dem Preis, sondern nach der Art der Bilder. Wenn es dann auch noch zwischenmenschlich passt, dann bucht. Es ist Euer Tag!

Wenn du für einen Tag ein anderer Hochzeitsfotograf sein könntet. Wer würde es sein?
Da gibt es eine ganze Menge, aber wahrscheinlich würde ich im Moment gerne in die Rolle von Carmen von carmendandingo schlüpfen.

Gibt es andere Hochzeitsfotografen, die dich inspirieren?
Ja, einige!

Gibt es Webseiten oder Blogs, die du oft und regelmäßig besuchst?
Ha, nichts leichter als das: Hochzeitswahn, Style me Pretty, Stennie, Simply Bloom Photography, Kiss the groom, Wedding Chicks

Gibt es eine Person auf der Welt, die du liebend gerne fotografieren würdet?
2 Personen hätte es gegeben, aber leider sind diese schon verstorben.

Wann war der letzte Workshop, den du besucht hast und warum?
Im Mai war ich bei carmenandingo. Es war einfach FANTASTSICH. Der Grund war, einfach mal wieder aus dem eigenen Trott rauszukommen, neue Sichtweisen zu entdecken und auch evtl. in der Bildbearbeitung und in der Post Production schneller zu werden. Es waren zwei lehrreiche Tage und ich habe unglaublich nette und tolle Fotografen kennengelernt. Ich bin sowieso der Meinung, dass sich die Fotografen untereinander nicht als Konkurrenz sehen sollten, sondern sich lieber austauschen sollten.

Dürfen wir dein Lieblingsfoto zeigen? Beschreib uns kurz, was du daran so liebst und wie es zustande kam?
Ich habe einfach zu viele Lieblingsbilder.

Was ist dein Lieblings-Schwarz-Weiß-Foto und warum?
s.o. es gibt zu viele!

Wo siehst du dich in 5 Jahren?
Immer noch in unserem Häuschen mit Garten, immer noch erfolgreich, glücklich und als Besitzerin eines kleines Ateliers.

Wie lang ist deine Bucket-Liste? Was steht ganz am Anfang und was am Ende?
Lang, denn mit Kind hat man viel mehr, was man unbedingt noch machen möchte. Ganz oben steht wohl, dass ich die Hochzeit meiner eigenen Tochter miterleben & fotografieren möchte. Ganz unten: 2 Wochen ohne Internet oder Telefon auf der Insel Leba Urlaub machen.

Wäre es nicht die Fotografie, in welchem anderen Markt würdest du dich sehen?
Irgendetwas Kreatives wäre es mit Sicherheit.

Gibt es andere Talente außer der Fotografie, die in dir stecken?
Ich backe unheimlich gern, das entspannt mich. Momentan versuche ich mich auch im Nähen von Röcken, also für den Anfang finde ich es ganz gut.

Wie würden Freunde dich beschreiben in nur 5 Wörtern?
humorvoll, detailverliebt, ungeduldig, ehrgeizig, perfektionistisch

Nur drei Wörter von dir?
Ehrlich, offen, manchmal chaotisch

Was oder wer ist deine größte Liebe im Leben?
Mein Ehemann und meine Tochter, sie sind mein Leben und der Grund, täglich aufzustehen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Was ist deine größte Angst?
Dass einem der beiden etwas passiert.

Was findest du, ist total überbewertet?
Kleidergrößen

Gibt es etwas, worauf du hin sparst?
Auf ein eigenes Atelier.

Was ist dein Lieblingsstreifen aller Zeiten und welchen hätte man besser nicht ausgestrahlt?
Die fabelhafte Welt der Amelie und Die große Liebe meines Lebens. Da jeder Film auch ein Kunstwerk ist, würde ich mir hier nicht das Recht rausnehmen zu sagen, dass dieser Film niemals hätte ausgestrahlt werden sollen. Es ist alles im Leben Geschmackssache.

Welchen Musikern könntest du stundenlang zuhören?
Ich schreibe hier mal lieber Musikrichtungen, denn es gibt eine Menge unfassbar guter Musiker und wahrscheinlich würde ich hier einige vergessen: Swing, Jazz, Klassik und die 80er Jahre sowie die Motown-Platten bringen meine Füße zum Wippen :o)

Du hättest einen Wunsch frei, was sollte es sein?
Ehrlich? Nach der Gesundheit für meine Familie: Schuhe von Christian Louboutain, die ich natürlich auf einem Wochenendtrip nach Paris direkt vor Ort kaufe!

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