Irina & Peter: Ein Hochzeitstraum auf Santorin Destination, Hochzeiten, kultur inspiriert Farben

In einen Online-Chat eines Radiosenders ging Irina vor vielen Jahren eigentlich nur, um mit ihren Freundinnen zu chatten. „Ich fand diese Chatrooms sehr unseriös“, sagt sie. Und dennoch kam sie mit Peter ins Gespräch. Mit ihren Vorbehalten wollte sie ihn eigentlich nicht treffen. Nach einer Weile ließ sich Irina doch auf ein Date ein. „Irgendwas hat mich dazu bewegt.“ Zum Glück! Denn als Peter vor ihr stand, kam es ihr vor, als habe sie noch nie zuvor einen Mann gesehen. Es war Liebe auf den ersten Blick, sie spürte sofort eine Seelenverwandtschaft, traute ihren Augen kaum. Plötzlich stand sie da, die ganz große Liebe. Peter empfand ebenso, und die beiden konnte trotz einiger Hochs und Tiefs im Leben nichts und niemand mehr trennen. Die Krönung ihres Glücks: eine Hochzeit auf Santorin, dieser wunderschönen griechischen Insel, auf der man aus dem Schwärmen gar nicht mehr rauskommt.





Ein romantischer Antrag in einem schönen Restaurant am Strand in Thailand. Das war Peters Plan. Dann die Ernüchterung: Die „Restaurants“ waren einfache Fischstände, an denen man sich sein Essen aussucht und dieses dann frisch zubereitet wird. Romantik geht anders. Doch Peter ließ nichts unversucht und schaffte es tatsächlich, dass ein Hotel ein Candle Light Dinner am Strand organisierte. Wie im Film stand unter Palmen ein wunderschön gedeckter Tisch, beleuchtet mit Fackeln, im Hintergrund das Rauschen des Meeres. Nach der Vorspeise machte Peter seiner Irina den Antrag. „Ich war danach so aufgeregt, dass ich nichts mehr essen konnte. Es war allerdings ein Fünf-Gänge-
Menü …“, erzählt Irina lachend.

Der für mich schönste Moment war die Zeit der Zeremonie, als wir voreinander standen und uns ganz tief in die Augen sahen. Währenddessen wurden unse¬re Ringe von Gast zu Gast herumgereicht, damit jeder diese sehen und uns etwas Schönes dazu wünschen konnte.

Das Leben ist so kurz und unvorhersehbar. Lebt eure Träume, lasst euch nichts von anderen Leuten einreden, wie ihr eure Hochzeit zu gestalten habt. Es ist ein nie wiederkehrendes Ereignis.

Beim Kleid konnte Irina einen großen Traum verwirklichen. Eigentlich hatte sie bereits ein Kleid gekauft, doch sie hatte immer den Wunsch im Hinterkopf, ihr Hochzeitskleid selbst zu nähen. Dabei konnte sie eigentlich gar nicht nähen! In ihrem Kopf schwirrten dennoch monatelang Schnittmuster, Stoffe, Perlen und Steinchen, sie machte Skizzen und suchte sich gut sitzende Kleider als Vorlagen. Dann begann sie zu nähen. „Eigentlich dachte ich, dass ich mir ein Unterkleid für meinen Spitzen-Morgenmantel nähen werde. Doch es wurde immer schöner und immer mehr das, was ich mir als Brautkleid gewünscht habe“, erzählt sie. Also machte sie weiter. Nähte Tag und Nacht, Stunde über Stunde. 120 Meter Tüll, Unmengen an Perlen und Steinen, Irinas Finger waren geschwollen, doch es ging immer weiter. Um drei Uhr morgens am Abflugtag waren die letzten Vorbereitungen vollzogen und das Kleid war fertig. „Bis zum Hochzeitstag konnte und wollte ich mein Brautkleid nicht mehr sehen, da ich es einfach viel zu oft gesehen habe“, lacht Irina. Doch all die Mühe hat sich gelohnt. Ein Traum wurde wahr. Und kein Kleid hätte so persönlich, so perfekt sein können.

Trau dich: Hochzeitskleid selber nähen

Für viele klingt es unmöglich, das Hochzeitskleid selbst zu nähen. Doch auch Irina, die bisher kaum Näh-Erfahrungen hatte, hat sich ihren Traum in Weiß erfüllen können. Fakten, die Mut machen.

DER PASSENDE SCHNITT IST DIE HALBE MIETE
Grundkenntnisse im Nähen reichen häufig aus, um ein tolles Hochzeitskleid zu nähen. Wer das richtige Schnittmuster gefunden hat, muss nur vorsichtig die Schritte gehen, die bei jedem normalen Nähstück anfallen: Stoff ausbreiten, mit Kreide die einzelnen Teile anzeichnen und mit einer Nahtzugabe von einem Zentimeter ausschneiden. Da die Stoffe für Hochzeitskleider besonders kostbar sind, solltet ihr hier besonders sorgfältig vorgehen. Um auch wirklich zu prüfen, ob das Kleid sitzt, solltet ihr alles vorher zunächst mit Heftfäden zusammensetzen. Erst dann, wenn alles sicher ist, wird die Nähmaschine angeschmissen. Wäre doch zu ärgerlich, wenn etwas schiefgeht.

GIB STOFF!
Das Traumkleid kann mit den schönsten Stoffen der Welt verwirklicht werden. Satin, Tüll, Spitze, Seide und dann wunderschöne Applikationen mit Perlen, Pailletten oder Steinchen … spart nicht an den Materialien. Ihr könnt kombinieren wie ihr es wollt, mit Transparenz und Spitze spielen, all eure Träume wahr werden lassen. Und wenn ihr die wertvollen Stoffe auf der Haut spürt, wird sich jeder Cent, jede Stunde an der Nähmaschine und jedes kleine Missgeschick gelohnt haben.

HIIIILFE!
Irgendwann kommt der Punkt, an dem man nicht mehr kann, nicht mehr will, nicht mehr weiter weiß. Gerade Bräute, die bisher kaum Erfahrungen im Nähen haben, dürfte der ein oder andere kleine Nervenzusammenbruch ereilen. Bevor ihr verzweifelt: Lasst euch helfen! Schwiegermutter, Omas und andere Damen der älteren Generationen können oft viel besser nähen, als ihr wusstet. Ihr habt eine gute Freundin, die toll nähen kann? Dann kann sie für eine Weile übernehmen! Traut euch zu fragen. Eure Liebsten helfen euch viel lieber, als ihr es erwartet.

MYTHOS NEU ERFINDEN
Ein altes Sprichwort besagt, dass die Braut ihr Kleid auf keinen Fall selbst nähen sollte: „So viele Stiche, so viele Tränen.“ Wer sehr abergläubisch ist, sollte diesen Job also einer Schneiderin überlassen. Aber wisst ihr was? Dieses Sprichwort haben wahrscheinlich früher die Schneider selbst in Umlauf gebracht, um genug zu tun zu haben. Verwirklicht lieber eure Träume, als euch von überholten Traditionen einschränken zu lassen. Erfindet den Mythos neu! Wie wäre es mit „So viele Stiche, so viele Küsse“? Klingt doch viel besser!

Passend zur Location wählten die Verliebten das Motto „Crystal Tiffany – Santorin Dream“. Die traumhafte Insel mit ihren weißen Häusern, umwerfenden Ausblicken und dem funkelnden Meer ist an sich schon so atemberaubend, dass eine ausladende Hochzeitsdeko kaum nötig ist. Die beiden dekorierten einfach passend zum Umfeld in strahlendem Weiß, glänzendem Silber, frischem Mint und zartem Rosé.

Man sollte auch genug Zeit und Geduld für eine Hochzeit im Ausland einplanen – und die fremde Mentalität nicht vergessen!

„Für uns war es wichtig, dass es für unsere Gäste sehr individuell wird. Sie haben einen sehr weiten Weg auf sich genommen, um auf unser Fest zu kommen. Ich wollte ihnen unsere Dankbarkeit in all den kleinen, persönlichen Geschenken zeigen“, erzählt Irina. Mit viel Liebe bastelte sie zahllose Details selbst. Ein großes High¬light: ein großer, selbst gemachter Traumfänger, der als Gästebuch fungierte. „Unsere Gäste durften an die Schleifen des Traumfän¬gers ihren Namen und den dazugehörigen Wunsch anhängen. Ich habe dafür aus Kunstleder Blätter geschnitten, welche ich mit den jeweiligen Wünschen und Namen bestickt habe“, erklärt Irina. Als Erinnerung an die Hochzeit griff sie dieses Detail auf und bastelte für jeden Gast einen kleinen Traumfänger aus Metall als Anhän-ger für die Gastgeschenke, leckere Hochzeitsmandeln in weißen Geschenkboxen mit mintfarbenen Schleifen. Sogar die Servietten waren individualisiert, der Name des jeweiligen Gastes wurde auf¬gestickt, ebenso wie das Hochzeitslogo. Mitnehmen erlaubt!

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