„Goodbye ledig!“ … durch und durch eine Wahnsinns-DIY-Hochzeit Ein Hauch von vintage, Hochzeiten, hübsch selbstgemacht Farben

Wer seine Hochzeit in kompletter Eigenregie bereits am Planen ist oder dies möchte, ist mit Jennifer und Thomas’ Hochzeitsvergnügen perfekt beraten, denn dieses Brautpaar ist Inspiration Pur. Von den Einladungskarten, bis hin zur Gestaltung der Feierlocation wurde alles selbst geplant und organisiert. Und mit solch wunderbar, geschickten Händchen für alles Selbstgemachte und das kreative Auge fürs Design war es für die Braut auch selbstverständlich, sich aus ihren Lieblingsstoffen – leichte, italienische Seide – sogar ihr eigenes Sommerhochzeitskleid selbst anzufertigen. Und mit all den herrlichen, dazu passenden Accessoires und der mit Perlen verzierten, silbernen Harrranke wurde der zauberhafte Brautlook perfekt vollendet.

Und genauso zauberhaft sollte der ganze Hochzeitstag sein – für die eingeladenen, engsten Freunde und Familie sowohl als auch für das Brautpaar. Und mit all der Liebe für den Sommer, die Sonne und dem Leben in der Natur, fanden die Beiden sehr schnell ihren Lieblingsplatz für ihr Eheversprechen – eine alte Eiche im Tiergarten, inmitten von Berlin. Und der Romantik wegen erinnerte sich die Braut an ihren Heiratsantrag zurück – an Weihnachten unterm hauseigenen Mistelzweig – und verwandelte einen alten, gemeinsamen Lieblings-Hip&Hop Song in ihr Eheversprechen um, der alle Gäste zum Mitgrooven bewegte und dem Bräutigam zu Tränen rührte.

„Goodbye ledig!“ – eine perfekt-fantastische Traumhochzeit im Vintage-Stil die ganz sicher auch durch die traumhaft, schönen Bilder von Lene Photography unvergessen bleibt.

Für unsere Gäste fing die Feier bereits in einem der City Circle Busse an. Wir wollten auch unseren Berliner Gästen ein Erlebnis schenken, das man für gewöhnlich nie in seiner Heimatstadt erlebt. Davon abgesehen sollte alles super entspannt sein. Alle saßen bei schönstem Wetter mit einem Glas Prosecco auf dem Rooftop und schauten sich während der Busfahrt die schönsten Ecken Berlins an. So kamen sie alle ganz begeistert an der Feierlocation an und reden heute noch davon. Die Hochzeitsfeier fand in einer alten Schmiede, im zweiten Hinterhof eines Wohnhauses, im Herzen Berlins statt. Die Schmiede wurde vor einigen Jahren ausgebaut und wird heute mitunter für private Veranstaltungen genutzt. Sie passte perfekt zu unserer privaten und ungezwungenen Feier. Denn unser Hochzeitstag sollte ein Tag sein, so wie wir ihn am liebsten verbringen. Das heißt zum Beispiel an einem Samstag über den Neighbourhoodmarket in Kapstadt (Südafrika) schlendern und bei einem kühlen Savannah Dry mit den engsten Freunden und der Familie uns von den Sonnenstrahlen wärmen lassen. Um genau diese Atmosphäre zu schaffen brauchten wir einen Garten, einen rustikalen industriellen Raum, gutes Wetter und etwas von unserer Dekoration bzw. ein paar unserer Wohn-Accessoires.

So wurde ich meine eigene Hochzeitsplanerin und sammelte in über sechs Monaten Dekorationsstücke aus aller Welt, nähte ein paar Kissenbezüge, stellte alte private Möbelstücke zur Verfügung, sammelte und bezog alte Stühle, nähte Servietten und bastelte noch in der Hochzeitswoche mit meiner Trauzeugin eine Wimpelkette, Tischläufer und Pompoms. Auch Thomas half fleißig mit und bastelte sogar Windrädchen.

Für die Feier ließen wir uns kistenweise Savannah Dry und unsere Lieblingsweine aus Südafrika einfliegen sowie Crémant, Käse und Macarons aus Frankreich liefern. Insgesamt war es ein riesen Spaß mit unseren Trauzeugen und zwei Freunden alles vorzubereiten!
Es war ein wundervoller warmer Tag, der alle Welt wissen lassen sollte, dass wir zusammen gehören und unsere Freunde wie unsere Familie einen wichtigen Teil ausmachen. Ein Liebes-Feiertag unserer kleinen Welt. Erfüllt von soviel Freude und Liebe feierten alle diesen wunderbaren Sommertag mit uns. Da auch viele Gäste aus aller Welt angereist waren, hatte sich jeder viel zu erzählen. Mit einem warmen Lächeln denken wir an diesen romantischen, sommerlichen, zauberhaften und wahnsinnig emotionalen Tag zurück. Es ist unfassbar schön so viel Liebe zu empfangen und sich mit den Liebsten zu umgeben. In den Morgenstunden saßen wir auf dem alten Sofa und unterhielten uns noch, während das Lagerfeuer knisternd erlosch und der Sternenhimmel über uns ruhte. Wir wünschten uns noch viel mehr Zeit mit ihnen verbracht zu haben. Der Tag ist so schnell vorbei und an Vieles erinnert man sich erst Wochen später.

Inspiration:

Inspiriert von unserem Lebensstil… Reisen, Lieblingstag usw. Wir sind viel auf Reisen und lieben Märkte auf denen es immer etwas zu entdecken gibt. Dort treffen sich Künstler, Gourmets, Designer und Musiker aus aller Welt – ähnlich wie in unserem Leben auch. Ein kleines Dolce-Vita-Feeling! Wir finden auch, dass das Leben draußen stattfindet, deswegen kreierten wir ein Open Air Wohnzimmer. Wir mussten an eine alte Frau aus Italien denken, die den ganzen Tag aus ihrem Wohnzimmerfenster schaute, um das Leben auf der kleinen Dorf Piazza zu beobachten. Wir dachten, warum dann nicht gleich das Wohnzimmer nach Draußen holen?! Natürlich waren uns auch Bücher, wie „Einfach heiraten” von Stefanie Luxat eine große Hilfe. So haben wir auch Hochzeitswahn gefunden und Dank eures Wahnbüchleins viele Empfehlungen gefunden. Ich finde Hochzeitswahn genial und liebe es mich darin zu verirren.

Mein Brautkleid:

In meiner Freizeit designe ich gerne Sachen und hatte mir schon lange mein Traumkleid skizziert. Zusammen mit meiner Freundin Gudrun Leitner entwarf ich das Schnittmuster des Kleides und nähte daraufhin mein Brautkleid selbst. Es dauerte 21 Stunden bis das Kleid fertiggestellt war, aber ich liebe Haute Couture und habe meine ganz eigene Vorstellung von einem Hochzeitskleid. Es sollte komplett aus hochwertiger italiensicher Seide bestehen, sprich aus natürlichen, leicht-fließenden und elfenhaften Stoffen, ein Kleid das sich vom Wind wie ein Fallschirm aufbläst und sich immer mitbewegt.

Mein Brautstrauß:


Der Brautstrauß sollte etwas an ein Flamingo-Gefieder erinnern, da mich die Farben faszinieren und bestand aus korallfarbenen Pfingstrosen, Freesien, Olivenzweigen und einer kleine Mini-Artischocke. Als ich klein war habe ich viel Zeit in dem riesigen Garten meiner verstorbenen Großmutter verbracht. Ich durfte immer ihr Pfingstrosenbeet gießen, sie blühen noch immer. So konnte sie an diesem Tag bei mir sein.

Dekoration:

Die Deko sollte rustikal, industriell sein und mit der Liebe, die in antiken und selbstgemachten Sachen stecken, verbunden werden. Wir lieben Möbel und Accessoires, die durch ihr Alter, ein Stück Herz und Geschichte in die Gegenwart bringen und dadurch alles so wahnsinnig interessant und zugleich auch sehr gemütlich machen. So wurde der Garten durch alte Sessel, Tische, einem Sofa und vielen Kissen zum Wohnzimmer unter freiem Himmel. Thomas alte Vespa, Baujahr 1974 begrüßte mit einem von Thomas’ gebauten Willkommens-Holzschild “Goodbye ledig!” unsere Gäste im Eingang zum Gartenwohnzimmer. Ein “Kronleuchter” aus PomPoms und Fächern hing unter einem Segeltuch. Spitzendeckchen und kleine Lichter schmückten den Baum und zur späten Stunde gab es ein Lagerfeuer. Eine alte Koffertruhe war bis oben hin mit SavannahDry gefüllt – symbolisch in einem Koffer wegen der weiten Anreise der Getränke. Die Schmiede wurde mit vielen Kerzen und einem selbstgemachten Mini-Kronleuchter aus Kerzengläsern in Szene gesetzt, unter dem wir später tanzten. Bunt zusammengewürfelte alte Stühle schmückten die mit Juteläufern, Nachtmann-Kristallgläsern und die mit Blumen gedeckte Familientafel. Überall standen und hingen Fotos von uns sowie alte Fotografien von unserer Familie. Auch hatten wir eine kleine Whiskey-Ecke eingerichtet und ein Minisekretär lud die Gäste dazu ein mögliche Zukunftsvision des Brautpaares zu erfinden und niederzuschreiben. Die Räumlichkeiten wurden durch ein Meer aus Kerzen erleuchtet, es war so zauberhaft und gemütlich.

Die Trauung:

Es war unbeschreiblich schön und wahnsinnig emotional neben meinem Papa, bei der herrlich musikalischen Begleitung, auf all unsere Liebsten zuzuschreiten und am Ende des Tunnels meinen Ehemann zu sehen! Ich hatte ja nicht die Gelegenheit alle vorher zu begrüßen und einige hatte ich schon lange nicht mehr gesehen – das hat alles noch emotionaler und wuchtiger gemacht. Es war als würde ich auf eine Liebes-Tsunamiwelle zugehen!


Wir fühlen uns gesegnet so wundervolle Menschen zu kennen und diesen sonnigen Tag mit ihnen erlebt zu haben. Ihr seid unser Vorbild. Ein Sternenhimmel voller Sternschnuppen! Anders hätten wir nicht GOODBYE LEDIG feiern wollen!

Gastgeschenke:

Wir haben mit Hilfe von Thomas’ selbstgemachten Schablonen, Leinenstoff eingefärbt, welcher in gleichgroße Tücher geschnitten wurde und von mir abgenäht und natürlich gereinigt wurde. Das Hochzeitsdatum und Motto unserer Hochzeit sowie ein kleiner Text auf der Rückseite wurden auf kleine Visitenkarten gedruckt und an jeder einzelnen Serviette befestigt. Jeder Gast war für uns wichtig und trug sein Stück zu unserem großen wunderbaren Tag und Leben bei. Diese Serviette durfte sich jeder Gast mitnehmen und kann sie nun als Geschirrtuch oder ähnliches verwenden und dabei jedes Mal an unser wundervolles Fest denken. Für uns ein Symbol für Zusammengehörigkeit.

Hochzeitsplanungsgeheimnis:

Ich empfehle allen sich zuerst ein Buch mit allen Details anzulegen und Fotos eurer Ideen oder gar ganze Collagen dort hineinzukleben. Auf die Art kann sich jeder vorstellen in welche Richtung die Hochzeit gehen soll und es geht auch nichts verloren. Skizzen der Räume und Stichworte helfen euch und anderen den Überblick zu behalten und erlauben euch, bei der Umsetzung eurer Ideen, auch mal etwas aus der Hand zu geben. Weist eure Trauzeugen oder Gehilfen früh genug ein, am Tag vorher ist keine Zeit mehr. Am besten man hat schon vorab einen detaillierten Infoplan mit allen Stauorten, Funktionen, Notfallnummern und Abläufen, damit das Personal frei, und ohne euch ständig zu fragen, arbeiten kann. Schafft euch außerdem rechtzeitig ein paar Kisten für die Dekoration und andere Accessoires an, das macht den Transport leichter und euer zu Hause kommt nicht zu durcheinander. Legt die Nachtschichten lieber nicht zu kurz vor der Hochzeit ein und seid euch bewusst, dass eine stressige Zeit vor euch liegt mit vielen Ausnahmesituationen in denen man alles nicht so ernst nehmen darf.

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