Jenny & Ralf: DIY-Sommerhochzeit zu Dritt Hochzeiten, hübsch selbstgemacht, romantisch süß Farben

„Der Schuster hat seinen Lieblings-Stiefel gefunden!“ Das originelle Motto einer selbst inszenierten Sommerhochzeit, die mit der Namensfeier des gemeinsamen Kindes gekrönt wurde. Von Jenny Stiefel und Ralf Schuster. Eine Traumhochzeit zu Dritt also. Kein Wunder, Liebe funktioniert umso besser, je mehr Herzensmenschen daran teilhaben. Zusammen mit Tochter Malou wurde diese ganz romantisch bei einer freien Trauung in der Eventmühle Kraichgau zelebriert – unter freiem Himmel, in den Farben Altrosa, Marineblau, Eukalyptusgrün und Gold. DIY-made und mit dem besonderen, individuellen Touch, der eine Hochzeit erst einmalig werden lässt. Das alles und noch viel mehr hat Julia Hofmann bildgewaltig festgehalten. Mitträumen? Unbedingt! 

Bis zum Geburtstermin unserer Tochter war es noch eine Woche hin und Ralf führte mich romantisch in ein Restaurant aus. Zuhause ist er dann bei Kerzenschein auf die Knie gegangen und hat ganz intim den Antrag gemacht.

Unsere Tochter Malou kam auf kurz vor unserer Hochzeit auf die Welt und mir war klar, dass ich bis zu diesem Tag nicht die perfekte Brautfigur erreichen werde. Also habe ich erst ziemlich spät angefangen nach Kleidern zu schauen, weil ich mich auch einigermaßen wieder wohl fühlen wollte in meinem Körper. Ich habe mich langsam herangetastet an das Thema. Aber mir war klar: leicht, sommerlich, verspielt und mit Spitze aber vor allem meiner Figur schmeichelnd und tragbar mit einem kleinen Kind. Gesagt getan, insgesamt waren wir in drei Brautmodegeschäften bis ich fündig geworden bin. Wichtig war mir auch meine Begleitung, diese Momente wollte ich mit meinen Freundinnen, meiner Mama, meine Schwester und meinem Bruder als Trauzeugen erleben. Und da ich ja mehrere Termine hatte, waren zum Glück immer meine Herzensmenschen an meiner Seite. Eigentlich hatte ich mich schon für ein Kleid entschieden und wollte beim 2. Termin die Änderungswünsche besprechen, da wurde ich doch noch überredet in ein Kleid zu schlüpfen, welches ich vorher schon verworfen hatte. Ich dachte erst, das kann ich doch nicht tragen, dafür habe ich doch nicht die Figur. Und als ich mich dann im Spiegel sah, war der Moment auf den man als Braut doch wartet, tatsächlich da: ich fand mich wunderschön als Braut, als Mama und Frau. Dann habe ich mit der Schneiderin dem ganzen noch meinen eigenen Stil verpasst. Ich wollte unbedingt einen Schleier, aber mit den Blumen im Haar und der Flechtfrisur, die ich natürlich auch unbedingt wollte, war es doch ein bisschen zu viel. Deshalb kam mir die Idee den Schleier einfach auf die Schultern zu verfrachten als leichtes, langes Cape. Das war der Clou. Dann hier und da noch ein bisschen Spitze und das Kleid wurde zu meinem Traumkleid gemacht!

Unser Eheversprechen: Jeder Tag soll wie ein Sonntagsfrühstück sein.

Rustikale Landhochzeit trifft auf romantische Sommer-Lieblichkeit in Pastell. So oder zumindest so ähnlich lässt sich diese Sommerhochzeit, die mit dem Glanz goldener Details zarte Finesse erhielt, zusammenfassen. Eine Individualität, die bereits beim schlicht geschmückten Traubogen aus Holz begann, der mit weißen Stoffbahnen zum Fenster wurde und den Blick auf die Hochzeitscouch – eine Familien-Traditionscouch, auf der sich bereits andere Familienmitglieder das Ja-Wort gaben – freigab. Darauf nahmen Braut und Bräutigam Platz. Sie in ihrem locker fallenden Brautkleid mit integriertem Cape von Rembo Styling. Er im feinsten Wilvorst-Anzug mit origineller Holzfliege. Und etwas später die kleine Tochter Malou um ihre Namensgebung zu feiern. Selbst gemacht war sogar der Brautstrauß und die Blumendekoration aus Pfingstrosen und Eukalyptus, die die Brautmutter in stundenlanger Arbeit gebunden hat. Dazu kamen bunte Quantenketten und selbst geplottete Namen auf den Tischen. Der hübsche Rahmen eines emotionalen Momentes also. 

Der Tag war so emotional berührend und voller Liebe mit allen Menschen, die mit uns gefeiert haben. Das ist unbeschreiblich. Unsere Familien, unsere Trauzeugen, unsere Freunde, jeder hat auf seine Art zu diesem unvergesslichen Tag beigetragen. Wir sind beide schon sensible Menschen, aber nicht so nah am Wasser gebaut: An diesem Tag haben wir aber vor Rührung und Freude sehr viel geweint (und der ein oder andere Gast mit uns). Und wenn wir den Tag Revue passieren lassen, haben wir das Gefühl, dass sich alle wohlgefühlt haben. Wir haben gelacht, geweint, gespeist und getrunken und dann gefeiert und getanzt! Wir würden es immer wieder genauso tun!

Wir haben bewusst auf ein Gastgeschenk verzichtet und haben den eingeplanten Betrag an die Deutsche Kinderkrebshilfe gespendet.

Weiße Räumlichkeiten, deren schlichte Eleganz durch braunes Holzgebälk gebrochen wird, mimt ambivalente Raffinesse. Dazu gesellten sich weiße Hochzeitstische mit kleinen Holzscheiben und transparenten Vasen sowie goldenen Kerzenständern darauf, die zum Mittelstück des reduzierten Table Settings wurden. Mehr brauchte es auch nicht. Vielleicht noch ein paar Papier-Pompons in den Hochzeitsfarben, alte Fensterrahmen als Platzanweiser und dem selbst gemachten, glutenfreien Sweet Table, an denen sich die Gäste erfreuten. Der Rest ergab sich aus dem fröhlichem Miteinander, der lockeren Stimmung und einer liebevollen Dreisamkeit aus Braut, Bräutigam und Kind. Perfekt!

https://vimeo.com/230178731

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