Beatrix & Michael: natürlicher Hochzeits-Chic in der Thermenlandschaft Hochzeiten, klassisch edel, romantisch süß Farben

Wie so oft im Leben, hat sich die Liebe auch hier im Berufsalltag eingeschlichen. Gedauert hat es jedoch zwei Jahre und viele gemeinsame Dienste, bevor es zum ersten Date kam. Seither wussten Beatrix und Michael: sie gehören zusammen. Sogar für immer. Um diese Erkenntnis auch Hieb und Stichfest zu machen, hat sich das Brautpaar einen ganz besonderen Platz in Österreich ausgesucht um schlicht aber mit dem besonderen Etwas unvergesslich zu heiraten – die Hundertwassertherme Rogner Bad Blumau. Ein natürlicher Ruhepool, inmitten grünem Ambiente. Ein Ort, der mit seiner Natürlichkeit das elegante Understatement des Brautpaares nicht besser untermalen hätte können. Wie das genau ausgesehen hat, zeigt uns die wundervolle Bildergeschichte von Hochzeitsfotografin Rebecca Kuglitsch.

Der Antrag fand ganz klassisch und romantisch im Urlaub statt, nachdem wir auf unserem Hotelzimmer das Dessert eines Vier-Gänge-Menüs gegessen hatten.

Kennengerlernt haben wir uns durch unsere gemeinsame Arbeit bei einer Securityfirma, genauer gesagt bei einem Dienst bei den Opernfestspielen im Römersteinbruch St. Margarethen. Es war jedoch keinesfalls Liebe auf den ersten Blick! Während er sie anfangs aufgrund ihrer zurückhaltenden Art für arrogant hielt, war sie von seinem autoritären Auftreten eingeschüchtert. Es hat zwei Jahre und viele gemeinsame Dienste gebraucht, bis es zu einem ersten Date kam. Seitdem hat der Römersteinbruch eine ganz besondere Bedeutung für uns, was auch der Grund für die Entscheidung war, unser Engagement-Shooting mit unserer Hochzeitsfotografin im Steinbruch zu machen.

Es ist ein elegantes Hochzeitsmärchen mit Understatement, das die Braut Beatrix mit ihrem schlichten Prinzessinnen-Brautkleid von Pronovias schreibt. Selbst das Brautstyling mit dem klassischen Dutt, der tief im Nacken sitzt, dem feinen Brautschleier und dem zarten Sommer-Make-up verleihen der anmutigen Braut restlos Natürlichkeit. Ja, weniger ist mehr!

Ich war gemeinsam mit meinen Eltern, meiner Schwester und meiner Tante Brautkleid-Shoppen, vier sehr starken Charakteren mit sehr unterschiedlichen Geschmäckern. Daher hatte ich Sorge kein Kleid zu finden, das allen Vieren gefällt. Ich ging bereits mit einigen Fotos von Kleidern, welche mir gefallen, in das Brautmodengeschäft, habe in Summe acht Kleider probiert und mich dann für das vierte entschieden. Als ich mit dem Kleid aus der Kabine kam, alle Frauen in der Runde zu weinen begannen und sogar mein Vater vor Rührung sprachlos war, wusste ich, dass das mein Kleid ist. Ich habe mich darin wahnsinnig wohl gefühlt und außerdem war ich mir sicher, dass es meinem Verlobten gefallen wird, da er Spitze nicht leiden kann und es ein schlichtes Kleid aus einem glatten, schweren Stoff mit einem wunderschönen Schnitt ist.

Wie märchenhaft schön sich doch der mit Efeu bewachsene Pavillon schützend um das verliebte Brautpaar erhebt. Romantisch eine Szene der Liebe in sich birgt und erst nach einem hoffnungsvollem Ja-Wort in die Welt entlässt. Davor warten schon die gerührten Hochzeitsgäste, die inzwischen auf weißen Bänken unter freiem Himmel von der Süße der Romantik kosten durften. Inmitten sattgrüner Kulisse, die nur der Mai so schön zaubern kann, schreitet das Brautpaar über weite Wiesen, hin zu kunstvollen Weidenbögen. Erneut suchen beide Schutz in der natürlichen Umgebung um sinnliche Momente zu Zweit und als frisch gebackenes Ehepaar zu genießen. Ein Moment nur für sich. Mehr wollen sie nicht.

Das herzliche und offene Wesen unserer Hochzeitsplanerin machte die gesamte Planungsphase zu einem stressfreien und absolut positiven Erlebnis. Und auch am Tag der Hochzeit hatte sie alles perfekt im Griff. So konnten wir uns als Brautpaar komplett auf unsere Gäste und unseren großen Tag konzentrieren.

Die kirchliche Trauung fand im ganz intimen Rahmen in der Pfarrkirche des Ortes Bad Blumau statt. Mit dabei waren lediglich unsere Eltern und Trauzeugen. Danach fuhren wir direkt zum Empfang in die Therme Rogner Bad Blumau, wo wir unsere bereits angereisten Gäste begrüßen konnten. Die standesamtliche Trauung sowie ein kirchlicher Segen fanden dann direkt im Thermenpark mit allen Gästen in einem Pavillon statt. Gefeiert wurde ebenfalls in der Therme, in einem wunderschönen runden Saal, in dessen Mitte sich zwischen beleuchteten Säulen die Tanzfläche befand, welche wir erst um 4 Uhr früh wieder verließen.

Alle unsere Speisen wurden direkt vom Rogner Bad Blumau zubereitet. Da wir zuvor einige Male in der Therme gegessen hatten wussten wir bereits, welche Gerichte wir unseren Gästen gerne anbieten möchten. In einem sehr konstruktiven Gespräch mit dem Chefkoch konnten wir unsere Ideen dank seines Feedbacks und Inputs dann in ein tolles Menü verwandeln, bei welchem vor allem Saisonalität und Regionalität im Mittelpunkt standen. Mit Ausnahme des für Blumau typischen Desserts (Kuchen von der Zotterschokolade mit marinierten Beeren und Bio- Kürbiskernöleis) wurden alle Gänge (Vorspeise, Suppe, Hauptspeise und Salat) als Buffet zubereitet. Auch das Mitternachtsbuffet sowie das Mittagessen beim Empfang wurden in Zusammenarbeit mit dem Chefkoch zusammengestellt. Während des gesamten Tages wurden außerdem für unsere zwei veganen Gäste alternative Gerichte bereitgestellt.

 

Grün als Farbe der Liebe

Das Grün der Natur und der schlichte Zauber, den sie in sich birgt, sollte auch das gesamte Hochzeitskonzept, welches mit Hilfe der hauseigenen Hochzeitsplanerin Kristina Perl mit so viel Liebe zum Detail umgesetzt wurde, ein Hauptaugenmerk sein. Und so hängen im Hochzeitssaal weiße Tücher und ebenso blasse Lampions von der Decke. Geben dem Raum noch mehr Tiefe, Helligkeit und stille Eleganz. Darunter reihen sich die ebenso weißen Hochzeitstische, die mit vielen kleinen Gläsern, in denen sich einzelnen Blüten wie Pfingstrosen, Lisianthus, Eiche und Schleierkraut präsentieren, zum lieblichen Ruhepole für Gäste werden. Hier und da originelle Papeterie aus Kraftpapier von 4 Love Polka Dots, in der Ecke ein selbst gemachter Sweet Table, der mit der selben Schlichtheit mit süßen Kreationen lockt. Und der Geschenketisch mit alten Hochzeitsfotos von Eltern und Großeltern erinnert nochmals an die familiäre Intimität, die diese Frühlingshochzeit so einzigartig macht.

Da wir beide keine Freunde förmlicher Feiern und traditioneller Hochzeiten sind, stand für uns bei unserer eigenen Hochzeit die Gemütlichkeit und Ungezwungenheit an erster Stelle.

Wir hatten für unsere Hochzeit kein Motto oder Thema. Da wir jedoch beide keine Freunde förmlicher Feiern und traditioneller Hochzeiten sind, stand für uns bei unserer eigenen Hochzeit die Gemütlichkeit und Ungezwungenheit an erster Stelle. Unser Ziel war es einen Tag zu organisieren, an welchem sich jeder absolut wohlen fühlen kann, ohne durch Kleiderordnung oder peinliche Hochzeitsspiele zu irgendetwas gezwungen zu werden. Diese Entscheidung hat sich auch in der Wahl der Location, der Musik und dem Ablauf der Trauung wiedergespiegelt.

Wir lieben die Farbe Grün! Da wir unsere Dekoration jedoch eher schlicht halten wollten, haben wir uns dafür entschieden das Grün lediglich durch den Einsatz von Pflanzen und Blumen einzubringen. Tischdecken und Servietten waren rein weiß und für die Dekoration sowie auch für den Brautstrauß wurden Pfingstrosen, Schleierkraut, Lisianthus und Eiche verwendet, woraus sich schließlich das Farbkonzept „weiß – grün – blassrosa“ ergab. Diese Farben spiegelten sich auch in unserer Candybar wieder. Bei der Papeterie haben wir uns für den Einsatz von Kraftpapier entschieden, was für uns in Kombination mit dem Weiß, Grün und Rosa ein absolutes stimmiges und natürliches Farbkonzept ergeben hat.

Für jeden Gast hatten wir ein kleines Gastgeschenk vorbereitet. Ein kleiner Vogelkäfig aus weißem Karton war gefüllt mit einer Parfümprobe, einer kleinen selbstgemachten Seife, einem Brieflos, einem Bonbon und einem Aspirin, für den Fall, dass jemand zu wild gefeiert hat. Außerdem gab es besondere Gastgeschenke für unseren kleinen Neffen, der bei unserer Hochzeit erst acht Monate alt war, sowie für die drei Hunde, welche auch zu unseren Gästen gehörten.

Unsere Hochzeits-Trackliste

– Standesamtliche Trauung –
Concerning Hobbits (Howard Shore) -VSQ
Anyone Else But You (The Moldy Peaches) – VSQ
New Slang (The Shins) – VSQ

– Kirchlicher Segen –
Rythm of Love – Plain White T’s
All you need is Love (The Beatles) – VSQ
Best Day Of My Life (Acoustic) – American Authors
Safe and Sound (Capital Cities) – VSQ

– Anschneiden der Torte –
Love And Marriage – Frank Sinatra

– Einzug in den Speisesaal –
Sugar – Maroon 5

– Eröffnungstanz –
Young and Beautiful – Lana Del Rey

 

Empfehlungen der Braut an planende Brautpaare

Nehmt euch Zeit für die Planung! Wir haben uns bewusst darauf geeinigt, nicht unmittelbar im Jahr nach unserer Verlobung zu heiraten, um genug Zeit für die Planung zu haben. Und es war eine tolle Entscheidung, denn so konnten wir alles weitgehend stressfrei organisieren und schon die Planung richtig genießen.

Besucht Hochzeitsmessen! Wir haben während der Planungsphase fünf Hochzeitsmessen besucht und obwohl wir auf diesen Messen eher gesehen haben, was wir uns für unsere Hochzeit NICHT vorstellen, waren es doch wunderschöne Gelegenheiten sich geistig voll und ganz auf die Hochzeitsplanung zu konzentrieren.

Überlegt euch genau, wen ihr zu eurer Hochzeit einladet! Wir hatten beim Erstellen der Gästeliste immer die Frage im Hinterkopf „Mit wem wollten wir am schönsten Tag unseres Lebens gemeinsam feiern?“ und haben infolgedessen weitgehend auf Pflicht-Einladungen verzichtet. Wir haben unseren Hochzeitstag daher wirklich nur mit den Menschen verbracht, welche uns besonders am Herz liegen, mit dem Ergebnis, dass sich alle blendend verstanden und unterhalten haben.

Denk darüber nach zumindest am Tag der Hochzeit in eine Weddingplannerin zu investieren! Uns wurde von der Location eine Hochzeitplanerin zur Seite gestellt, welche uns in vielen Angelegenheiten unterstütze. Am Tag der Hochzeit war sie unersetzlich! Sie koordinierte im Hintergrund die Dienstleister, sorgte dafür, dass unsere Gäste ihren Weg durch den Thermenpark finden und hielt den Zeitplan im Auge, wodurch wir uns ganz auf unsere Gäste und uns selbst konzentrieren konnten. Die Möglichkeit, nach einer langen und intensiven Planungszeit die organisatorischen Aufgaben am Tag der Hochzeit abgeben zu können hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir unseren Hochzeitstag in vollen Zügen genießen konnten.

Selbst wenn wir könnten, würden wir nichts ändern wollen und das viele positive Feedback, welches wir von unseren Gästen erhalten haben, ist die beste Bestätigung für unsere Entscheidung, unsere Hochzeit persönlich, ungezwungen und detailverliebt zu gestalten.

Wenn möglich, ladet eure Gäste dazu ein, nach der Hochzeit gemeinsam in einem Hotel in der Nähe zu übernachten! Mehr als die Hälfte unserer Gäste hat nach der Hochzeit direkt im Thermenhotel genächtigt. Am nächsten Morgen wurde für uns ein eigener kleiner Frühstückssaal mit unserer Blumendekoration vom Vortag geschmückt. Für uns war es etwas ganz Besonders und ein unbeschreiblich schönes Gefühl so viele unserer Gäste am nächsten Morgen beim gemeinsamen Frühstück wiederzusehen und die Hochzeit Revue passieren zu lassen. Trotz totaler Übermüdung konnte die Stimmung wieder dort anknüpfen, wo sie am Tag zuvor geendet hatte. Das Tüpfelchen auf dem „i“ und der perfekte Abschluss war dann jedoch, den Tag gemeinsam mit unseren Gästen mit Cocktails und perfektem Wetter in der Therme ausklingen zu lassen. Die Nächtigung haben dabei die Gäste selbst bezahlt, wir haben lediglich jene unserer Eltern und Trauzeugen übernommen.

Macht das, was euch wichtig ist, aber stoßt niemanden vor den Kopf! Wir haben unsere Familien sehr stark an unserer Hochzeitsplanung teilhaben lassen und obwohl alle sehr aufgeschlossen waren und uns toll unterstützt haben, gab es doch einige unkonventionelle Elemente, welche nicht überall auf Begeisterung gestoßen sind. Allen voran handelte es sich dabei um unsere moderne Musikauswahl bei der Zeremonie, den Eröffnungstanz – welcher anstelle eines Walzers eine Mischung aus Slowfox und Tango war, den „Cantina Song“ aus Star Wars für den Vater-Tochter-Tanz, die Candybar anstelle klassischer Hochzeitsbäckerei und der Verzicht auf traditionelle Hochzeitsspiele. Wir haben uns in keinem dieser Punkte beeinflussen lassen, jedoch auch niemanden vor den Kopf gestoßen, indem wir denjenigen Personen einfach an anderer Stelle besondere Verantwortung zukommen haben lassen. So nahm mir nicht einmal meine Mutter übel, dass ich bei der Musikauswahl meinen Kopf durchgesetzt habe. „Mama, du weißt, dass mir deine Meinung immer und in allen Punkten sehr wichtig ist, aber hier muss ich sie einfach ignorieren.“ Und am Ende waren es dann genau diese Elemente, die unserer Hochzeit eine so persönliche Note verliehen und sie für uns zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Zu diesem Ergebnis kamen dann auch die anfänglichen Kritiker. ;)

Probiert auch Kleider, welcher euch nicht auf Anhieb gefallen! Das Hochzeitskleid, für welches ich mich letztendlich entschieden habe, war eines, welches ich schon zuvor nach Fotos aussortiert hatte. ;)

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